Projekt kulturer.be
5.5.26
(sfmv) Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach widmet sich in seiner Heuboden-Akademie am Sonntag, den 10. Mai, passend zum Jahresthema „Begegnungen“ einer besonderen Form menschlicher Begegnung im bäuerlichen Leben: der Hochzeit.
Frau mit Schäppel, der traditionellen Brautkrone.
Foto: Schwarzwälder FreilichtmuseumVogtsbauernhof, Hansjörg Haas.
Thomas Hafen, Wissenschaftlicher Leiter des Freilichtmuseums, erläutert ab 11 Uhr im Seminarraum des Eingangsgebäudes, dass Volkslieder und Heimatfilme die Bauernhochzeit häufig als fröhliches Fest mit Trachten, Blasmusik und üppigen Tafeln darstellen. In der Realität stand jedoch vor allem die soziale und wirtschaftliche Funktion im Vordergrund: Der Bund markierte den Beginn eines gemeinsamen Hausstands und sicherte den Fortbestand des Hofes. Persönliche Zuneigung war nicht immer ausschlaggebend – im bäuerlichen Alltag galt häufig der Grundsatz: „Die Liebe vergeht, der Hektar besteht.“ Aus kulturwissenschaftlicher Sicht verdeutlicht der Vortrag, dass dieser festliche Tag zugleich eine bedeutende, aber durchaus pragmatische Lebenswende darstellte.
Ergänzend lädt die Offene Werkstatt für Familien von 11 bis 16 Uhr dazu ein, selbst kreativ zu werden: Unter Anleitung des museumspädagogischen Teams entstehen aus Weiden geflochtene Herzen – passend zum Muttertag.
Detaillierte Angaben zu den Einzelangeboten und das gesamte Jahresprogramm 2026 mit allen Terminen im Überblick können unter www.vogtsbauernhof.de eingesehen werden.
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